Wer in den letzten Tagen die Einladung zur JHV 2016 erhalten hat, wird über die Stellungnahme des Ehrenrates gestolpert sein. Sehr erstaunlich finden wir, dass dort Forderungen über Werte wie Fairness, Respekt und Anstand vom Ehrenrat eingefordert werden.

Zur Erinnerung und Auffrischung der heute leider vergesslichen Gesellschaft, wo war der Aufruf von diesen Werten letztes Jahr vor der JHV? Lässt man den Ablauf der JHV 2014 Revue passieren, fällt auf, dass der „Ehren“rat zur damaligen Zeit selbst Teil dieses Werteverfalls beim 1. FC Kaiserslautern e.V. war.

• Ein Ehrenrat der ein Aufsichtsratsmitglied vor der Wahl durch künstlich hervorgerufene Echauffierung diffamiert, obwohl es dabei nur um legitime zustehende Aufwandentschädigungen ging, für die der Ehrenrat selbst verantwortlich ist. Die Entschädigungen werden zudem noch durch die Herren genehmigt. Wo war hier der Anstand?

• Ein Ehrenrat der einzelne Aufsichtsratsmitglieder vor der Wahl im Mitgliederheft diskreditiert und im gleichen Atemzug Wahlwerbung für andere Mitglieder ausführt. Wo war hier die Fairness?

• Ein Ehrenrat der akzeptiert, dass Aufsichtsratskandidaten vor der Wahl als Auszubildende betitelt werden. Wo war hier der Respekt?

• Ein Ehrenratsvorsitzender der die Hetzjagd auf Journalisten wie unter Diktaturen unterstützt. Zur Erinnerung „Ich möchte auch nochmal draufhauen: Ihr Chefredakteur sollte Sie feuern, aber dann können Sie ja Pressesprecher beim Bund der Steuerzahler werden" Wo waren hier die Bedenken, dass das Ansehen des 1.FC Kaiserslautern e.V. nachhaltig durch dieses Verhalten geschädigt wird?

• Ein Ehrenrat der das persönliche Diskreditieren von ehrenamtlich arbeitenden Satzungsausschussmitglieder Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten im Mitgliederheft akzeptiert. Wo war hier die Streit- und Diskussionskultur?

Sind solche Handlungen eines Ehrenrats würdig?

Sehen so die Aufgaben eines Ehrenrates aus?

Sollte ein Ehrenrat nicht die Neutralität wahren?

Dass jetzt ausgerechnet von diesem Ehrenrat der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende noch einmal explizit gelobt und als Ehrenmann betitelt wird, haut dem Fass letztendlich den Boden aus. Hier zeigt sich, dass die Wahrnehmung im Ehrenrat wohl eine andere ist, als bei einem Großteil der Mitglieder. Der „Ehrenmann“ wurde einer nicht unerheblichen, vorsätzlichen Lüge überführt. Statt Demut kam als Reaktion Arroganz „Wir haben damals gesagt, dass ist mit dem Aufsichtsrat abgestimmt, was aber nicht bedeutet mit jedem einzelnen Mitglied“. Das leidige Thema Betze-Anleihe, welche inzwischen komplett versickert ist, wollen wir gar nicht weiter ausführen.

Das in der Vergangenheit gebetsmühlenartige Beschwören einer finanziellen Konsolidierung, unterstreicht aus heutiger Sicht nicht gerade, dass die nötige Aufsicht geführt wurde.
Herr Rombach mag aus Sicht des Ehrenrats den Verein in einer schwierigen Zeit übernommen haben, hat ihn allerdings in noch schwierigere Zeiten geführt. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.

Lieber Ehrenrat,
gerade als EHRENrat sollte man mit gutem Beispiel vorangehen, sich entsprechend verhalten und die Interessen des 1. FC Kaiserslautern e.V. wahren und schützen und nicht die der einzelnen Funktionsträger. Bitte bedenken Sie dies beim nächsten Mal, bevor der moralische Zeigefinger gegenüber den Mitgliedern erhoben wird.