Beim Heimspiel gegen Ingolstadt verabschiedete sich die Westkurve mit einer Choreographie von einem der Größten, welche jemals das Trikot unseres Vereines Trug.

 

Die von der Generation Luzifer, Frenetic Youth, Perspektive FCK und uns geplante und umgesetzte Choreographie stellte symbolisch den Gang von Ottmar „Ottes“ Walter durch das Himmeltor dar. Passend dazu war auf großen Lettern „Ein Idol steigt in den Himmel auf" zu lesen.

 

Im Laufe der 90 Minuten präsentierten wir außerdem ein Spruchband zu einem Thema, welches in diesen Tagen nahezu die Presse dominierte. Während das ganze Land, samt unseren Politikern aufschreit, weil andere Länder unsere persönlichen Internetaktivitäten überwachen verabschiedet Mecklenburg Vorpommern und sicher demnächst auch das ein oder andere weitere Bundesland fern der Bildfläche Gesetze, welchen ihnen weitaus tiefere Einblicke in unser Privatleben ermöglichen. Jeder Polizeibeamte kann dort, ohne richterlichen Beschluss, unter anderem Passwörter für Cloud-Dienste und E-Mail-Konten, aber auch Zugangscodes für PINs und PuKs anfragen und dann logischerweise auch enthalten. Das heißt, sie können diese Daten von jeder beliebigen Person, die ihnen gerade im Kopf rumschwirrt beantragen. Privatsphäre scheint in diesem Land bald ein Fremdwort zu sein. Aus der Vergangenheit hat man nichts gelernt. Die Staatssicherheit der Deutsche Demokratischen Republik lässt grüßen. Dass die jetzt Verabschiedeten Gesetze für Fußballfans schon lange gelten, war uns bekannt – wieder einmal dienten wir nur als Versuchskaninchen um manche Methoden auf ihre Nutzbarkeit zu testen. "Im Fussball schon lang bekannt, nimmt die Überwachung im Staat überhand!"

 

Deutschland entwickelt einen Kontrollwahn, welcher bald die Stasiakten als kleine Heftchen wirken lassen, sollten sich seine Bürger nicht irgendwann von ihrer Anteilslosigkeit verabschieden. Mit großer Sicherheit - denn die modernen Medien geben viel mehr Einblicke in das Privatleben eines jeden einzelnen als es seinerzeit gab! Man hätte sich damals über diese Möglichkeiten die Hände gerieben, auch wenn es in der DDR natürlich kein Internet gegeben hätte. Jeder Mensch ist ein potenzieller Terrorist, Straftäter sowieso. Glaubt ihr nicht? Dann fragt mal Herr Wendt!

 

Mehr zum Thema findet ihr u. a. hier:

 

http://pressefreiheit-in-deutschland.de/bundesrat-verabschiedet-ueberwachungsgesetz-am-tag-der-pressefreiheit/

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/23/neues-gesetz-polizei-erhaelt-zugriff-auf-pin-und-puks-der-buerger/

 

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-03/bestandsdaten-technik-pin/komplettansicht