In Sachen Gewalt wird bei Fußballfans und der Polizei gern mal mit zweierlei Maß gemessen. Das ist wohl jedem bekannt, der sich mit der Thematik Fußball etwas stärker auseinandersetzt. Vor allem aktuelle Beispiele, wie die Zwischenfälle in Madrid beim Champions League Gastspiel der Bayern und in Bielefeld beim Auswärtsspiel der Stuttgarter. In beiden Fällen werden fadenscheinige Argumente vorgeschoben um den eigenen Gewalttrieb zu befriedigen. Aber wo bleiben die Berichte der Mainstream Medien? Ein kleiner Artikel auf Seiten der Sportsender ist da das Maximum, wenn überhaupt. Gibt es jedoch mal Auseinandersetzungen unter Fans, ist schnell mal wieder eine neue Dimension der Gewalt erreicht. Konsequenz daraus, die Strafen der Verbände schießen ins Unermessliche. Strafgelder jenseits von Gut und Böse, Teilausschlüsse von Fans mit einhergehender Blockschließung im Stadion, bis hin zu kompletten Geisterspielen. Von persönlichen Folgen ist da noch nicht einmal die Rede. Stadionverbote, Strafverfahren, etc. Oftmals nur aufgrund von Behauptungen der Staatsdiener, die, wie in den oben genannten Beispielen nochmal klar wurde, oft selbst nur ihr verlangen nach etwas Action befriedigen. Und wer am Ende die Scheiße am Hals hat, kann sich wohl jeder denken. Im Gegensatz dazu steht der Gesetzentwurf von Justizminister Maas und Innenminister de Maizière, der vorsieht eine Mindesstrafe bei Gewalt gegen Polizisten von 3 Monaten Freiheitsstrafe zu verhängen, während Polizisten anscheinend weiterhin Narrenfreiheit genießen und auf friedliche Fans aus nächster Nähe Pfefferspray sprühen und sinnlos einschlagen dürfen.
Aus gegebenem Anlass vertraten wir mit dem Spruchband unseren klaren Standpunkt zur Thematik. Gegen willkürliche Polizeigewalt und vor allem auch gegen die elendige Doppelmoral die in der Gesellschaft nur zu gut in solchen Situationen zu erkennen ist.

 

In Bielefeld und Madrid willkürlich auf Fans eingeschlagen - Aber für uns soll es härtere Strafen hageln? - Gegen Bullenwillkür!