Die Partie beim FC St. Pauli nutzten wir, um die Thematik der jüngst ausgesprochenen 177 Stadionverbote gegen Fans von Hannover 96 aufzugreifen. Hierbei wurden die Fans sanktioniert, weil sie angeblich im November 2016 außerhalb eines Spieltages eine Auseinandersetzung mit Anhängern von Eintracht Braunschweig gesucht haben sollen. Bewiesen wurde das jedoch in keinem einzigen Fall, sodass dem DFB lediglich die pauschale Ingewahrsamnahme aller Fans als Grund ausreicht, um sie mit Stadionverboten zu belegen. Hierbei ist zu erwähnen, dass bei keiner einzigen der betroffenen Personen ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet wurde, weshalb die Strafen einzig und allein auf wagen Vermutungen der Polizei basieren, welche sie selbst nicht belegen können. Weder fand eine Auseinandersetzung statt, noch wurden an besagtem Tag Fans des BTSV in der Nähe des 'Tatorts' angetroffen.


Solange den Fans kein strafbares Fehlverhalten nachgewiesen werden kann, hat der DFB keine Stadionverbote auszusprechen und sich nicht als Staat im Staat mit eigenen Gesetzen aufzuspielen. Wobei man beim DFB bekanntlich ohnehin seine Probleme damit hat, sich an Gesetze zu halten...

 

 Stellungnahme der Fanhilfe Hannover